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Kategorie: Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf

Das Jahresprogramm Frau & Beruf Region Hannover

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Berufliche Perspektiven für alle Lebensphasen stehen 2017 im Fokus

Das neue Jahresprogramm der Koordinierungsstelle Frau & Beruf der Region Hannover wurde kürzlich von Christine Finner und ihren Kooperationspartnerinnen vorgestellt.

Region Hannover. Wie gelingt der Neustart nach der Familienzeit? Was spricht für eine Fach- oder Führungskarriere? Welche Anforderungen stellt die digitale Arbeitswelt? Das Jahresprogramm der Koordinierungsstelle Frau und Beruf begleitet Frauen mit Familie auf dem Karriereweg, beim beruflichen Wiedereinstieg oder der Neuorientierung. „Erfolg ohne Veränderung ist unmöglich“, sagt Christiane Finner, Leiterin der Koordinierungsstelle. „Mit unserem Programm für 2017 möchten wir Frauen in ganz unterschiedlichen Lebenssituationen neue Impulse geben, Kompetenzen vermitteln und für ein lebensbegleitendes Lernen begeistern.“

Über 100 Angebote zur beruflichen Orientierung und Qualifizierung, darunter Workshops für Mütter und Väter in Elternzeit, eine Intensivwoche für Frauen in Führungspositionen und ein Seminar „Balance statt Spagat" enthält das über 70 Seiten starke Programmheft. „Mit Blick auf die Work-Life-Learn-Balance bieten wir praxisnahe, individuelle Unterstützung zur Vereinbarkeit und beruflichen Entwicklung für Frauen in unserer Region“, freut sich Christiane Finner über die Bandbreite der Angebote, die unter den Stichworten, „Orientierung und Perspektive“, Weiterbildung und Qualifikation“, „Selbstständigkeit und Existenzgründung“ sowie „Gesundheit und Balance“ zusammengefasst sind.

Neben der klassischen Beratung und den Weiterbildungsangeboten für Frauen, findet auch das Netzwerken von Frauen untereinander und mit Blick auf Unternehmen und Arbeitgeber in den regelmäßigen Netzwerktreffen „Welcome Back“ eine Fortsetzung. „Netzwerken ist eine Kunst, die sich beruflich und privat auszahlt“, so Finner. Für das Jahr 2017 sind wieder vier Netzwerktreffen mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten im Haus der Region geplant: Das nächste findet am 6. Februar statt (weitere Termine 24.4., 21.8., 6.11.) und gibt Impulse zum erfolgreichen beruflichen „Quereinstieg“.

Mit Blick auf die sogenannte Neue Vereinbarkeit richten sich zwei neue jeweils viertägige Workshops (2.3., 9.3., 16.3. und 23.3. bzw. 26.10., 2.11., 9.11. und 16.11.) an Väter und Mütter, die in der Elternzeit über persönliche und berufliche Anforderungen und Ressourcen nachdenken und sich mit anderen Eltern austauschen wollen. „Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf stellt Mütter wie Väter vor ungewohnte Herausforderungen. Wir wollen beide partnerschaftlich in ihrem persönlichen und beruflichen Entwicklungsprozess unterstützen“, wünscht sich Christiane Finner. Speziell für (Allein-)Erziehende bietet die Koordinierungsstelle mit Kooperationspartnern ein siebentägiges Seminar „Berufliche Perspektiven“ (23.1., 26.1., 30.1., 2.2., 6.2., 9.2. und 13.2.) und zwei jeweils fünftägige Workshops für „Single-Eltern“ (10., 15., 16., 20. und 24.3. sowie 11., 14., 20., 25. und 28.9.) an.

Darüber hinaus enthält das Programm verschiedene Angebote für berufserfahrene Frauen und Frauen, die Führungsverantwortung haben oder sich auf eine Führungsposition vorbereiten wollen: angefangen bei einer Intensivwoche „Rhetorik für Frauen“ (13. bis 17.6.), über ein Seminar für „Das Gefühl für Macht“ (13. und 14.3.) bis hin zu einem Bildungsurlaub „Frauen in Führungspositionen“ (27.11. bis 1.12.).

Selbst wer zeitlich stark eingespannt ist, kann sich in so genannten Webinaren online weiterbilden. „Blended Learning, also das kombinierte Lernen in Präsenzveranstaltungen und Online-Seminaren ist ein neues Bildungsformat, das sich besonders für Frauen mit wenig Zeit und häuslichen Verpflichtungen eignet“, erklärt Christiane Finner die Idee der Webinare. Zwei speziell auf Frauen zugeschnittene Angebote sind dazu im Testlauf für 2017 geplant: „Fach- oder Führungskarriere“ (ab 22.2.) und „Führungskompetenzen für Einsteigerinnen“ (ab 18.5.).

Das Programmheft der Koordinierungsstelle Frau und Beruf der Region Hannover ist online abrufbar unter www.frau-und-beruf.de oder per E-Mail an frauundberuf@region-hannover.de.

Die Koordinierungsstelle Frau und Beruf begleitet Frauen mit Familie auf den Karriereweg, beim beruflichen Wiedereinstieg oder der Neuorientierung. Durch individuelle Beratung wird zielgerichtet an der Erwerbstätigkeit  gearbeitet. In Einzelgesprächen werden Frauen zu Fragen des Wiedereinstiegs in den Beruf, der Fortbildung während der Elternzeit oder zur beruflichen Neuorientierung beraten und informiert. Das Beratungsangebot der Koordinierungsstelle ist kostenlos und findet in vertraulichen Einzelgesprächen statt.

Die Koordinierungsstelle Frau und Beruf Region Hannover ist ein Projekt, gefördert aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) und aus Mitteln des Landes Niedersachsen, in der Trägerschaft der Region Hannover.


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Der Kinderzuschlag wurde erhöht

Das bedeutet: mehr Geld für Familien mit kleinen Einkommen.

Mit dem Kinderzuschlag unterstützt das Bundesfamilienministerium Familien mit kleinem Einkommen. Ab dem 1.7.2016 beträgt er bis zu 160 € pro Kind – also 20 € mehr als bisher.

Die Erhöhung war Bestandteil des Gesamtpakets Familienleistungen, das der Bundestag im letzten Jahr beschlossen hat. Untersuchungen haben gezeigt, dass der Kinderzuschlag wirkt und von Familien als gute finanzielle Unterstützung geschätzt wird. Ziel ist es, dass der Kinderzuschlag noch mehr Kindern zugutekommt.

Damit mehr Familien von dieser konkreten Hilfe erfahren und diese auch nutzen, hat das Bundesfamilienministerium diese Grafik erstellt. Kurz und verständlich wird hier erklärt, unter welchen Voraussetzungen der Kinderzuschlag gezahlt wird. Zudem berechtigt der Bezug des Kinderzuschlags auch zur Inanspruchnahme von Bildungs- und Teilhabeleistungen.

Mehr über den Kinderzuschlag erfahren Sie unter www.bmfsfj.de/kinderzuschlag


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Väter und das ElterngeldPlus – mehr Zeit für die Familie

Mehr Zeit für die Familie: Väter und das ElterngeldPlus

Das ElterngeldPlus mit Partnerschaftsbonus wird am 1. Juli ein Jahr alt. Nach den aktuellen Zahlen machen bereits 17,4 Prozent, in einigen Regionen sogar 28,3 Prozent, der Eltern davon Gebrauch und nutzen das neue Angebot, um zum Beispiel Teilzeitarbeit und Elterngeldbezug besser miteinander kombinieren zu können. Knapp drei Viertel der Eltern mit minderjährigen Kindern bewerten das ElterngeldPlus als eine gute Regelung. Das zeigt, dass das ElterngeldPlus die Wünsche und Bedarfe der heutigen Eltern trifft und Müttern und Vätern Mut macht, ihre partnerschaftlichen Vorstellungen vom Familienleben zu verwirklichen.

Rund 80% der Väter wünschen sich mehr Zeit für die Familie. Studien und Befragungen haben ergeben, dass es heute wichtiger denn je ist, dass sich Mütter und Väter aktiv und partnertschaftlich in die Erziehung und Betreuung einbrigen.

Vor diesem Hintergrund veröffentlicht das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (bmfsfj) die neue Broschüre „Mehr Zeit für die Familie: Väter und das ElterngeldPlus“, die speziell die Situation von Vätern in Familie und Erwerbsleben aufgreift und auf die Möglichkeiten des ElterngeldPlus hinweist.

Mehr über das ElterngeldPlus erfahren Sie unter www.bmfsfj.de


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Der Gleichstellungsbericht aus der Nachbarregion Hannover

Gleichstellungsbericht 2013 -2015

Alle drei Jahre berichtet die Region Hannover, was sich in Sachen Gleichstellung getan hat. Anfang Juni wurde der von Karina Kroll verfasste, 100-seitige Bericht vorgestellt.

Auf den ersten Blick erschließt sich nicht immer gleich, was denn der barrierefrei Ausbau von Bussen und Bahnen mit der Gleichstellung zu tun hat, aber er hilft auch denen, die häufig mit einem Kinderwagen unterwegs sind. Ein anderes Beispiel ist die geschlechtergerechte Sprache, denn unbewusst setzt sich in den Köpfen das Bild von männlichen Ärzten, Busfahrern oder Lehrern fest. Die Regionsverwaltung Hannover nutzt deshalb konsequent die geschlechtergerechte Sprache. Außerdem wurden die Beratungsangebote für Frauen in sozialen Schwierigkeiten und die Gesundheitsberatung verbessert.

Insgesamt werden in dem Bericht 50 Ziele beschrieben, durch die eine bessere Gleichstellung erreicht werden soll. Den ganzen Bericht können Sie sich hier ansehen (als PDF zum Download).


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Kinder sind kein Handicap für den Chefposten

Unternehmerinnenumfrage 2016

Die neue Umfrage des Verbandes deutscher Unternehmerinnen setzt sich unter anderem mit der Vereinbarkeit von Familie und Selbstständigkeit auseinander und kommt zu interessanten Ergebnissen: Die Mehrheit der Arbeitgeberinnen sieht die Familie nicht als berufliches Handikap. Allerdings zeigt die Umfrage auch, dass die Elternzeit immer noch überwiegend Aufgabe der Frauen ist, in nur fünf Prozent der Familien kümmert sich der Mann um diesen Part. Wie wichtig die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist, haben Arbeitgeberinnen so auch bestens erkannt. Drei Viertel der Unternehmerinnen ermöglichen ihren Mitarbeitern flexible Arbeitszeiten.

Ebenfalls thematisiert wird die Entgeltlücke zwischen Mann und Frau. Neue Gesetzesvorgaben hält nur eine Minderheit der Befragten für den richtigen Weg, sie möchten stattdessen Frauen für Berufe in Hochlohnbranchen gewinnen, die vollzeitnahe Berufstätigkeit sowie den schnellen Wiedereinstieg nach Erwerbspausen fördern.

Die Einschätzungen von Unternehmerinnen zu aktuellen politische Themen, wie etwa die Integration der Zuwanderer und Flüchtlinge in den deutschen Arbeitsmarkt und die damit erhofften positiven Effekte auf den Fachkräftemangel, sind hier ebenso wiederzufinden wie die Darstellung der Investitionsbereitschaft von weiblich geführten Unternehmen.

Lesen Sie die komplette Unternehmerinnenumfrage 2016 (als PDF zum Download).

Quelle: Pressemitteilung des VdU, Verband deutscher Unternehmerinnen


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Das Jahresprogramm Frau & Beruf Region Hannover

Das neue Jahresprogramm der Koordinierungsstelle Frau & Beruf der Region Hannover wurde kürzlich von Christine Finner und ihren Kooperationspartnerinnen vorgestellt.

Das Schwerpunktthema in diesem Jahr ist das Netzwerken von Frauen. Frauen vernetzen sich untereinander und tauschen Erfahrungen aus – aber auch das Netzwerken in Richtung Unternehmen und potenziellen Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern hat Christiane Finner im Blick.

„Erfolgreiches Netzwerken ist eine Kunst. Die Netzwerkarbeit hat uns zu vielen neuen Seminarangeboten inspiriert, die sich für die Frauen – beruflich und privat – auszahlen sollen. Professionelles Networking eröffnet Chancen zum beruflichen Ein- und Aufstieg“, so Finner.

Für das Jahr 2016 sind vier weitere „Welcome Back“-Netzwerktreffen geplant (nächster Termin: 26. Januar). Das Netzwerken selbst ist außerdem Inhalt des Wochenendseminars „Erfolgreich Netzwerken“ (Termin: 12. und 13. Februar 2016) und des Workshops „Social Media“ (18. März 2016), das den Nutzen der sozialen Netzwerke für Jobsuche und die berufliche Entwicklung aufzeigt.

Diese und viele weitere Workshops werden u.a. in Zusammenarbeit mit dem LandFrauenverein, dem GründerInnenConsult, dem FrauenFinanzServices oder der Sparkasse Hannover angeboten.

Die Koordinierungsstelle Frau und Beruf begleitet Frauen mit Familie auf den Karriereweg, beim beruflichen Wiedereinstieg oder der Neuorientierung. Durch individuelle Beratung wird zielgerichtet an der Erwerbstätigkeit  gearbeitet. In Einzelgesprächen werden Frauen zu Fragen des Wiedereinstiegs in den Beruf, der Fortbildung während der Elternzeit oder zur beruflichen Neuorientierung beraten und informiert. Das Beratungsangebot der Koordinierungsstelle ist kostenlos und findet in vertraulichen Einzelgesprächen statt. Kontakt: Christiane Finner, Tel.: (0511) 616 23541 oder per E-Mail an frauundberuf@region-hannover.de.


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Vereinbarkeit 25 Jahre nach der Wiedervereinigung

Was hat sich in den letzten 25 Jahren geändert? Was wünschen sich die Deutschen? Wer kocht, wer putzt, wer kümmert sich um die Kinder?

In der ehemaligen DDR war es selbstverständlich, dass beide Partner voll berufstätig waren, in Westdeutschland galt zumeist das traditionelle Familienbild, dass der Mann voll arbeiten geht und die Frau sich hauptsächlich um die Kinder und den Haushalt kümmert - und eventuell ein bisschen dazu verdient.

Dieses Rollenbild hat sich Gottseidank geändert. Allerdings fühlen sich die Frauen in Westdeutschland mehr unter Rechtfertigungsdruck, wenn sie trotz kleiner Kinder Vollzeit arbeiten. Im Westen sind es 69% der Mütter, im Osten dagegen nur 25%. Das geht aus dem Bericht zur Gleichstellungs- und Geschlechtergerechtigkeit in Ostdeutschland und Westdeutschland des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hervor.

Es wünschen sich 38,7% der Befragten in Ostdeutschland eine Partnerschaft, in der beide in gleichem Maß zum Einkommen beitragen, in Westdeutschland sind es hingegen 30%.

Erstaunlich ist, dass sich in Westdeutschland noch 11%, in Ostdeutschland noch immer 5% der Befragten wünschen, dass die Frau nicht erwerbstätig ist und sich alleine um Kinder und Haushalt kümmert.

Spannend wäre zu wissen, wer sich dieses Modell mehr wünscht – Frauen oder Männer?

In der aktuellen Ausgabe des UTV-Magazins vom September haben wir genau zu diesem Thema eine Umfrage in der Soltauer Innenstadt gemacht. Schauen Sie doch mal rein!

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Hier können Sie das PDF des Berichts direkt downloaden:
25 Jahre Deutsche Einheit: Gleichstellung und Geschlechtergerechtigkeit in Ostdeutschland und Westdeutschland. (barrierefreies PDF)


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Immer mehr Krippenplätze stehen zur Verfügung

Krippenplätze sind ein wichtiger Baustein der Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Der Kita-Ausbau geht mit hohem Tempo voran: Am 1. März 2014 wurden in Deutschland 660.750 Kinder unter drei Jahren in Kindertageseinrichtungen oder der öffentlich geförderten Kindertagespflege betreut - das sind fast 300.000 Kinder mehr als im Jahr 2008.

Die Betreuungsquote der unter Dreijährigen stieg damit zwischen 2008 und 2014 von 17,6 Prozent auf 32,3 Prozent. Einen Betreuungsplatz wünschen sich jedoch 41,5 Prozent der Eltern mit Kindern unter drei Jahren. Daher muss der Ausbau auch in den kommenden Jahren weitergehen.

Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig begrüßt die Entwicklung: "Dieser abschließende KiföG-Bericht zeigt eindrucksvoll, welche enorme Dynamik der Rechtsanspruch in der Betreuung von Kindern unter drei Jahren ausgelöst hat. Auf diese Entwicklung können wir stolz sein, der Zuwachs ist auch international beispiellos. Gleichwohl bleiben Versorgungslücken und Eltern berichten über Probleme. Deshalb haben wir mit dem dritten Investitionsprogramm die Bundesmittel für den Betreuungsausbau noch einmal um 550 Mio. auf eine Mrd Euro aufgestockt."

Den kompletten Bericht lesen Sie auf den Seiten des Bundesfamilienministeriums.


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Eltern heute - immer mehr unter Druck? - Große forsa-Studie der Zeitschrift ELTERN

@ Ingo Bartussek - Fotolia.com

Eltern heute wollen ihre Sache so gut machen wie keine Generation davor - und setzen sich damit enorm unter Druck. Top im Job, einfühlsam und verständnisvoll mit den Kindern und anspruchsvoll in der Liebe: So liest sich die Stellenbeschreibung für moderne Eltern. Die Konsequenz: Elternsein ist das schönste auf der Welt - und zugleich so anstrengend wie noch nie, sagen rund 1.000 Mütter und Väter mit Kindern bis 12 Jahren in einer großen forsa-Umfrage, die im Auftrag der Zeitschrift ELTERN durchgeführt wurde. 

Die Familie ist wichtig - der Einzelne aber auch. 

"Die Bedürfnisse der Familie stehen über allem anderen" - diesen Satz unterschreiben laut Studie etwa zwei Drittel der befragten Eltern. Fast alle anderen geben an, dass ihnen eigene Bedürfnisse und die der Familie gleichermaßen am Herzen liegen. Am glücklichsten ist dabei das Drittel, für das beides gleichermaßen zählt: 94 Prozent derjenigen, die sich genau so wichtig nehmen wie Partner und Kinder, fühlen sich gut oder sehr gut. 

Der neue Vater - ein Männermärchen? 

Wenn es darum geht, wer von den beiden Eltern für die Betreuung der Kinder zuständig ist, bestätigen heute drei Viertel aller Eltern, dass "Vater und Mutter gleichermaßen für die Erziehung der Kinder zuständig sind". Auf die Frage, ob Ansprüche an Eltern heute höher sind als vor 30 Jahren, antworten übereinstimmend 59 Prozent der Mütter und Väter mit "Ja". Allerdings glauben zwei Drittel der Mütter, dass von den Frauen mehr erwartet wird als von den Männern, während die Mehrheit der Väter meint, dass beide Seiten heute mehr leisten müssen. Noch spannender ist die Diskrepanz bei der Frage nach dem Alltag: 63 Prozent der Väter sagt: Ja, wir sind beide wirklich gleichermaßen beteiligt. Aber nur ein Drittel (!) der Mütter stimmt dem zu. 

Der meiste Stress kommt aus uns selbst. 

Zerissenheit zwischen Job und Kind - das gilt vor allem für Mütter als Stressfaktor Nr. 1. Aber: Sowohl unter den Vollzeit- als auch unter den Teilzeitangestellten sagen etwa drei Viertel: Ich bin zufrieden mit meiner Arbeitszeit und meiner Work-Life-Balance. Der meiste Stress kommt daher offenbar aus uns selbst: "Ich habe sehr hohe Ansprüche an mich selbst", sagen 56 Prozent der Männer und 73 Prozent der Frauen. Gleichzeitig geben mehr als zwei Drittel an, dass sie ihren Ansprüchen häufig oder gelegentlich nicht gerecht werden (Frauen: 74 Prozent, Männer: 65 Prozent). 

Eltern als Ratgeber und Vorbild. 

Besonders wichtig finden es Eltern, ihrem Kind Geborgenheit zu vermitteln (77 Prozent) und ein Vorbild zu sein (70 Prozent). Aber auch Leistung zählt: Fast jeder zweite ist der Meinung: Gute Eltern helfen ihren Kindern in der Schule. 

Mehr Geld ist kein großes Thema - mehr Zeit dagegen schon. Zwar wünschen sich 44 Prozent der Väter und 39 Prozent der Mütter mehr direkte finanzielle Unterstützung vom Staat (mehr Kindergeld, kostenlose Kita-Jahre), aber Geld ist nicht das Hauptthema. Ein Viertel der Eltern sagt: "Familienpolitik kann sowieso nicht zu unserem privaten Glück beitragen." Und nur vier Prozent aller Befragten meinen, dass gute Eltern ihren Kindern finanziell etwas bieten müssen. Als Entlastung hingegen würden viele Eltern (33 Prozent der Väter, 40 Prozent der Mütter) "mehr Zeit" empfinden, sei es für die Partnerschaft (28 Prozent der Väter, 20 Prozent der Mütter) oder für sich selbst (18 Prozent der Mütter / acht Prozent der Väter). 

Kinder-Studie der Zeitschrift ELTERN FAMILY fragt: "Wie geht es unseren Kindern?" 

Dass sich der Aufwand lohnt, den Eltern heute betreiben, zeigen die Ergebnisse einer Studie, die parallel von der Zeitschrift ELTERN FAMILY durchgeführt wurde. Das Institut iconkids&youth befragte dazu über 700 Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren. Danach geht es den Kindern in Deutschland aus eigener Sicht überwiegend gut. 

So finden 92 Prozent, dass ihre Eltern die besten Eltern sind, die sie sich vorstellen können. 91 Prozent fühlen sich bei ihren Eltern "immer sehr sicher und wohl". 90 Prozent der Kinder wissen: "Meine Eltern lieben mich so, wie ich bin." 89 Prozent von ihnen sagen, dass ihre Eltern ihnen vertrauen und 82 Prozent, dass ihre Eltern sich immer Zeit für sie nehmen. 

Marie-Luise Lewicki, Chefredakteurin ELTERN und ELTERN FAMILY: "Die Ergebnisse der Studien zeigen, dass der Stress in unserem Alltag ein ganzes Stück weit aus uns selbst kommt. Es täte gerade uns deutschen Eltern gut, wenn wir mit "gut genug" zufrieden sein könnten, statt alles perfekt machen zu wollen. Unseren Kindern geht es gut, die Mühe, die wir Eltern uns machen, zahlt sich also aus. Ein bisschen mehr Gelassenheit würde daran nichts ändern, im Gegenteil. Aber dazu müsste natürlich Eltern öffentlich auch mehr Wertschätzung entgegengebracht werden. 

Dass Familienpolitik in unserem Land nur sehr geringen Einfluss auf das Wohlbefinden von Eltern hat, ist eine sehr wichtige, wenn auch bedauerliche Erkenntnis. Es würde sicher helfen, den Respekt vor allen Lebensmodellen gleichermaßen mehr in den Vordergrund der Kommunikation zu stellen. Und die Tatsache, dass Kinder Freude machen." 


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Pflegestützpunkte in Niedersachsen

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Seit 2009 gibt es in Niedersachsen sogenannte Pflegestützpunkte, eingerichtet vom niedersächsischen Sozialministerium gemeinsam mit den niedersächsischen Kranken- und Pflegekassen, dem Niedersächsischen Städtetag und dem Niedersächsischen Landkreistag.

Nach dem niedersächsischen Modell wurden von Pflegekassen und Kommunen eigenverantwortlich in jedem Landkreis und kreisfreier Stadt mindestens ein Pflegestützpunkt eingerichtet. Die Qualifikation der hier eingesetzten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter orientiert sich dabei an den Kriterien von Pflegeberaterinnen und Pflegeberatern.

Die Leistungen der Pflegestützpunkte umfassen laut Rahmenvereinbarung vor allem:

  • Pflegebedürftige, Angehörige oder sonst interessierte Personen umfassend und unabhängig zu möglichen Sozialleistungen zu beraten,
  • Kontakt zu der jeweils zuständigen Pflegekasse herzustellen,
  • eine Angebotslandkarte der pflegerischen und sozialen Hilfs- und Unterstützungsangebote zu erstellen und aktuell zu halten,
  • auf eine Koordination derjenigen Dienste hinzuwirken, die eng zusammenarbeiten müssen, um eine umfassende und nahtlose Unterstützung und Hilfe zugunsten von pflegebedürftigen Menschen sicherzustellen.

Wer bei Ihnen vor Ort die richtige Ansprechperson ist, erfahren Sie hier bei unternehmerinnen.tv in unseren Serviceadressen.