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Kategorie: Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf

10 Tipps wie der Spagat zwischen Familie und Beruf gelingen kann

  1. Wichtig ist zu wissen, was man will, und zwar frühzeitig. Wenn der Beruf einem ideell oder finanziell so viel bedeutet, dass man nicht darauf verzichten möchte, sollte man parallel zum ersten Nachdenken über Kinder überlegen, wie sich der Beruf dann auf erst einmal kleinerer Flamme dennoch gleichzeitig organisieren lässt.

  2. Steter Tropfen beim Arbeitgeber hinterlässt Eindruck. Ein offenes Gespräch und eigene Vorschläge, wie Sie rasch den Wiedereinstieg ermöglichen können, sind hilfreich. Vielleicht finden Sie gemeinsam mit dem Chef oder der Personalabteilung ein Modell mit Heimarbeitsplatz, Telearbeitsplatz und flexiblen Arbeitszeiten. Im Zuge des Fachkräftemangels wird immer mehr Arbeitgebern klar, dass auch sie sich bewegen müssen.

  3. Bleiben Sie interessiert am Job! Schauen Sie auch regelmäßig bei den Kollegen vorbei und erzählen nicht non-stop über Schwangerschafts-Yoga und Sodbrennen. Auch nach der Geburt sind nicht Stillrhythmus und die verträglichste Windel Ihr Thema im Unternehmen. Dafür haben Sie Freunde und die Krabbelgruppe. Bleiben Sie beruflich up to date, hören Sie zu, was es für Veränderungen gibt, tauschen Sie sich aus, versuchen Sie auszuloten, wo und wie Sie sich einbringen können. Sie stehen unter Beobachtung, also zeigen Sie, dass Sie nach wie vor auch Themen neben Ihrem Baby kennen, sofern das nach wie vor Ihr Wunsch ist.

  4. Berufstätigkeit heißt nicht automatisch Abstillen. Muttermilch hält sich im Kühlschrank zwei Tage lang, im Gefrierschrank sogar ein halbes Jahr. Mütter, die Stillen wollen, haben am Arbeitsplatz Anspruch auf Stillpausen. In denen können Sie sich nach Absprache mit dem Chef das Kind bringen lassen oder die Zeit zum Abpumpen nutzen. Nicht allen Kolleginnen wird das aus Neid gefallen, da brauchen Sie – wie so oft als berufstätige Mutter- ein dickes Fell.

  5. Sie können es nicht allen recht machen! Also suchen Sie sich die Personen aus, für die sich Mühe lohnt: das Kind, der Mann, der Chef, damit haben Sie genug zu tun. Suchen Sie sich Allianzen, Gleichgesinnte, Menschen, die Sie nicht zusätzlich stressen. Sie müssen nicht grundsätzlich anderen Müttern gefallen. Und auch nicht den eigenen Eltern. Sondern, Ihren persönlichen Top 3!

  6. Wenn Sie noch keine haben, engagieren Sie eine Haushaltshilfe. Ihre Zeit ist knapp genug, Sie müssen sich mehrteilen, um Job und Familie unter einen Hut zu bringen. Sauber machen und Bügeln kann jemand anders übernehmen, Ihren Beruf und die Quality Time mit ihrem Kind nicht. Sie sind keine bessere Mutter, wenn Sie die Kleidung der Familie selbst waschen.

  7. Organisieren Sie einen Babysitter. Denn Sie haben einen Partner. Es ist möglich, wenigstens einmal im Monat abends 30 Euro zu investieren für einen Abend Zweisamkeit. Restaurant ohne Gebrüll und Spinatflecken, einen aktuellen Kinofilm oder Oper & Ballett. Herrlich. Und wenn Sie Oma oder Patentante einspannen können, umso besser. Vielleicht vernetzen Sie sich mit anderen Müttern und helfen sich gegenseitig aus. Dann bleibt der Abend zumindest von der Betreuung her kostenneutral.

  8. Wenn der Mann Elternzeit nimmt, wunderbar! Dann lassen Sie ihn aber auch machen. Wenn Ihnen die Farbkombination der Kleidung nicht gefällt: er hat sie aber so ausgesucht. Wenn Sie finden, die Mütze sei nicht warm genug: er fand sie ausreichend. Wenn er nicht zwei Garnituren Wechselklamotten eingepackt hat: er kommt auch so zurecht. Loslassen hilft. Sie sind ein Team, keine Konkurrenz.

  9. Wehren Sie sich! Der Versuch, mit dem eigenen Leben auch Gluckenmütter und überzeugte „Das-Kind-muss-die-ersten-3-Jahre-ausschliesslich-bei-der-Mutter-sein“-Frauen glücklich zu machen, wird scheitern. Sie können es nur falsch machen. Daran ändert auch jeder noch so liebevoll selbstgebackene Kuchen nichts. Wenn Sie geärgert werden, und mit hintersinnigen Bemerkungen konfrontiert werden wie „Also, ich liebe mein Kind ja, deshalb bin ich ganz zu Hause geblieben“, ärgern Sie zurück. Legen Sie sich ein, zwei Sätze zurecht, die Sie stets parat haben, dann klappt’s auch an der verhärteten Mütterfront.

  10. Kriegen Sie noch ein Kind! Sie wissen doch jetzt, wie es geht. Ihr Mann hält Sie für eine prima Mutter, ihr Kind findet Sie super, der Chef hat begriffen, dass Sie es mit der Vereinbarkeit ernst gemeint haben, alle doofen Mütter sind in die Schranken verwiesen. Wenn Sie denken, Sie packen die Belastung nicht, überlegen Sie, wie und an welcher Stelle Sie sich entlasten könnten. Kann die Haushaltshilfe zusätzlich Einkäufe erledigen, können Sie sich mit anderen Eltern in Fahrgemeinschaften zur Musikschule oder zum Sportverein zusammentun? Nur Mut!